Das Gegenteil von Grau

Ein Dokumentarfilm von Matthias Coers & Recht auf Stadt Ruhr

Brachflächen, Leerstand, Anonymität, Stillstand – nicht alle zwischen Dortmund und Duisburg wollen sich damit abfinden. Im Gegenteil. Immer mehr Menschen entdecken Möglichkeiten und greifen in den städtischen Alltag ein. Ein Wohnzimmer mitten auf der Straße, Nachbarschaft, Gemeinschaftsgärten. Stadtteilläden, Repair Cafés und Mieter*inneninitiativen entstehen in den Nischen der Städte – unabhängig, selbstbestimmt und gemeinsam.

Das Gegenteil von Grau zeigt unterschiedliche Gruppen, die praktische Utopien und Freiräume leben und für ein solidarisches und ökologisches Miteinander im urbanen Raum kämpfen.

Premieren mit Filmgespräch

23.03.2017 Dortmund – Roxy
24.03.2017 Essen – ALIBI
25.03.2017 Oberhausen – Kitev
26.03.2017 Duisburg – Lokal Harmonie
27.03.2017 Bochum – Kino Endstation
jeweils 19:00 Uhr

Die Website zum Film: gegenteilgrau.de


Das Projekt wurde unterstützt von die Urbanisten e.V. und gefördert durch die LAG Soziokultureller Zentren Nordrhein-Westfalen e.V. und die Montag Stiftung Urbane Räume.

Netzwerktreffen am 07. Februar in Essen

Netzwerktreffen am 07.02.2017 um 19:00 Uhr im »Alibi« in Essen (Gladbecker Str. 10. Das ist gegenüber vom roten Eingang der Uni Essen. Da ist eine Einfahrt, da steht “Schöner Links”, dahinter ist das ALIBI)

Unsere Themen:

1.) Vorstellung des Projekts »Alibi« und Diskussion: Projekte gerechter Stadtentwicklung in Essen/Ruhrgebiet, Vernetzung/Kooperationen, Verhältnis zu Recht auf Stadt Ruhr/Blog usw.

2.) Aktueller Stand »Feuerwache Duisburg«

3.) Unser »Realize Ruhrgebiet« Blog und der Artikelentwurf »Armutseinwanderung und das Ende der Schrumpfung«

4.) Die anstehenden Premieren unseres Dokumentarfilms »Das Gegenteil von Grau« (Werbung dafür usw.)

Dokumentarfilm „Die Stadt als Beute“

Am Sonntag, den 29. Januar um 12:00 Uhr wird der Dokumentarfilm von Andreas Wilcke „Die Stadt als Beute“ in der Dortmunder Camera gezeigt. Es handelt sich dabei um eine Kooperationsveranstaltung des Fachgebiets Stadt- und Regionalsoziologie (Fakultät Raumplanung der TU Dortmund) mit dem Camera-Kino.

Hier gibt es Informationen zum Film: www.diestadtalsbeute.com
Trailer: www.vimeo.com/173598398

Recht-auf-Stadt-Ruhr Netzwerk Treffen: Mi. 17.08.2016, Duisburg

Themenvorschlag: Schrumpfung? Wachstum? Armutszuwanderung? Was ist los in den traditionellen Zuwanderungsquartieren? Sind die überfordert? Wird die Segregation auf die Spitze getrieben? Wie gehen die Städte mit der Zuwanderung um? Welche Position haben wir dazu?

Textvorschlag: »Häuserkampf« (Zeit online)

Wir treffen uns am Mi. 17.08.2016 um 19 Uhr im »Syntopia« in Duisburg in der Gerokstr. 2.

Recht-auf-Stadt-Ruhr Netzwerk Treffen: 19.07.2016, Bochum

Wir wollen die Diskussion zum Thema Solidarische Ökonomie die wir auf dem Workshopwochenende »Ankommen und Dableiben« begonnen haben fortsetzen. Als Input nehmen wir das Manuskript zur Solidarischen Ökonomie das in der Workshop-Dokumentation enthalten ist. Wir treffen uns am 19.07.2016 um 19 Uhr im Alsenwohnzimmer in Bochum.

Recht-auf-Stadt-Ruhr Netzwerk Treffen: 21.06.2016, Dortmund

Wir wollen euch auf unser nächstes Recht-auf-Stadt-Ruhr Netzwerk Treffen hinweisen. Wir treffen uns diesmal – als kleines Alternativprogramm zu einem aus unerfindlichen Gründen von manchen für relevant gehaltenen Fussballspiel (die Bundesliga hat doch Sommerpause 🙂 ) – am Dienstag (21.06.2016), um 19.00 Uhr bei BoDo e.V. in Dortmund (Schwanenwall 36-38). Wie immer sind alle an Recht auf Stadt Themen Interessierten dazu herzlich eingeladen!

Als Themen werden wir dann folgendes diskutieren:

  • wie jedes Mal: Neuigkeiten aus der Stadtentwicklung im Ruhrgebiet, von engagierten urbanen Initiativen, Termine und Recht auf Stadt-Kämpfen
  • Herbstplanung unserer Veranstaltungen und der Vorführungen des Recht auf Stadt Films
  • Schwerpunktthema sind die neuen wohnungspolitischen Herausforderungen für das Ruhrgebiet
  • weitere Themen, die ihr einbringen könnt

Wir freuen uns auf eure zahlreiche Teilnahme.

Dokumentation zum Seminar »Ankommen und Dableiben«

Zwei Tage lang diskutierten wir im April im Bochumer Bahnhof Langendreer unter dem Titel »Ankommen und Dableiben« über die Utopie einer solidarischen Stadt und welche positiven sozialen Prozesse aktuell in den lokalen Netzwerken der Flüchtlingshilfe sichtbar werden.

Im Vortrag von Marina Napruschkina von der »Neue Nachbarschaft Moabit« und dem Bericht des Bochumer Netzwerks Wohlfahrtstraße wurde deutlich, dass die Organisation ganz handgreiflicher Unterstützung von Geflüchteten, Begegnungs- und Kommunikationsräume öffnet, in denen ein sozialer Überschuss entsteht, der nicht nur den Geflüchteten hilft sondern positiv in den gesamten Stadtteil zurück wirkt. Alte und neue Nachbarn lernen sich kennen und beginnen mit einer Produktion des Gemeinsamen. So könnte solidarische Stadt funktionieren!

Schwer fällt es den solidarischen Netzwerken jedoch, sich zugleich auch politisch im Konfliktfeld Flucht zu positionieren und sich einzumischen. Der Unterstützungsalltag ist Handarbeit und immer drohen die Akteure von der Falle der Sozialarbeit gefangen genommen zu werden. Das es trotzdem möglich ist mit Gemeinwesenarbeit in einen politischen Konflikt zu intervenieren, zeigt die »Neue Nachbarschaft Moabit«. Ihre Recherchen, Skandalisierungen und Mobilisierungen haben die Berliner Flüchtlingsbürokratie unter Handlungsdruck gesetzt.

Sehr kontrovers diskutierten wir darüber wie die Ansätze solidarischer Ökonomie, auch über den Kontext der direkten Flüchtlingsunterstützung hinausgehend, zu bewerten sind. Unbestritten entsteht auch hier in den konkreten Praktiken des Teilens ein sozialer Überschuss. Wir waren uns einig das dieser wichtiger ist als ein messbarer materieller Output. Dennoch bleibt unklar was die Tafel der Diakonie von der Foodsharing-Initiative unterscheidet. Und ist die neue Kultur des Teilens tatsächlich eine andere „Produktionsweise“ oder nur ein anderes, nachhaltigeres Konsummodell? Wann wird die solidarische Ökonomie ökonomisch und was verstehen wir darunter? Hier blieben einige Fragen offen die wir weiter bearbeiten wollen.

Wenn Geflüchtete ankommen und dableiben brauen sie Wohnungen, keine Lager! Der Architekt Peter Haslinger stellte ein Studienprojekt der Uni Hannover vor, das sich auf die Suche nach Konzepten für eine menschenwürdige und nachhaltige Architektur begab. Die originellen und unkonventionellen Lösungen reichten von Wohnkuben auf Parkhäusern bis zu Wohnmodulen in Schrebergärten. Aber auch Fragen nach sozialer Zusammensetzung, partizipativen Wohnen und Finanzierungsmodelle spielten eine Rolle.

Nicht nur für Geflüchtete wird bezahlbarer Wohnraum benötigt. Das alte Modell des sozialen Wohnungsbaus ist bedeutungslos geworden und der Wohnungsmarkt versagt. Den innovativen und kostengünstigen architektonischen Ideen von Peter Haslinger und seinem Team steht die politische Klasse als einfallslose unternehmerische Stadt gegenüber. In der Diskussion wurde deutlich das Finanzierung und Trägerschaft sozialgebundenen Wohnraums öffentlich und demokratisch verfasst sein müssen aber zugleich der staatlichen oder kommunalen Kontrolle entzogen.

Zu Beginn führte uns Niels Boeing durch die weltweiten Recht auf Stadt Kämpfe und ihre theoretischen Bezugspunkte bei Henri Lefebvre. Die Revolution der Städte findet statt. Von oben! Dennoch gelingt es dem Hamburger Netzwerk Recht auf Stadt mit Kampagnen und Aktionen der Stadt Spielräume und Mitbestimmung abzutrotzen. Das Gängeviertel und die Auseinandersetzung um die Esso Häuser sind Beispiele dafür. Das besonders die Hamburger Recht auf Stadt Bewegung so innovativ ist und auch uns hier im Ruhrgebiet inspiriert hat, liegt sicher auch an Menschen wie Niels Boeing. Wie auch immer – die Situation im Ruhrgebiet bleibt eine andere.

An beiden Seminartagen begleitete uns ein Planspiel in dem wir versuchten ein reales leerstehendes Gebäude im Ruhrgebiet in ein Projekt für gemeinschaftliches Wohnen, Arbeiten und Begegnen zu verwandeln. Hier wurde deutlich: Das kann ein lohnenswerter aber auch sehr anstrengender Prozess werden.

Wir werden neue und alte Fragen weiter diskutieren und planen in der zweiten Jahreshälfte eine Reihe von Veranstaltungen mit Gästen die uns dabei helfen können.

Die Dokumentation zum Seminar »Ankommen und Dableiben« kann hier heruntergeladen werden (10 Seiten / PDF / 1,5 MB).

Netzwerk-Treffen am Dienstag 17. Mai in Bochum

Recht-auf-Stadt-Ruhr Netzwerktreffen am 17.05.2016 um 19:00 Uhr im Alsenwohnzimmer in Bochum (Alsenstraße 27, 44789 Bochum)

Unser Thema:

Wie können wir die Impulse des Workshopwochenendes »Solidarische Stadt und neue Nachbarschaft« in Form von Veranstaltungen 1.) vertiefen 2.) die Inhalte breiter zugänglich machen und 3.) für ein Update unserer Positionen die wir im Manifest »VON DETROIT LERNEN!« und dem Essay »REALIZE RUHRGEBIET« formuliert haben nutzen.

Dazu wollen wir zunächst die beiden Text noch einmal lesen und gemeinsam überlegen an welchen Stellen unsere Aussagen 1.) nach wie vor richtig sind, 2.) wo wir heute anders argumentieren würden und 3.) wo Leerstellen sind die wir füllen müssten.

Alle Interessierten sind willkommen!