Recht-auf-Stadt-Ruhr Netzwerk Treffen: Mi. 17.08.2016, Duisburg

Themenvorschlag: Schrumpfung? Wachstum? Armutszuwanderung? Was ist los in den traditionellen Zuwanderungsquartieren? Sind die überfordert? Wird die Segregation auf die Spitze getrieben? Wie gehen die Städte mit der Zuwanderung um? Welche Position haben wir dazu?

Textvorschlag: »Häuserkampf« (Zeit online)

Wir treffen uns am Mi. 17.08.2016 um 19 Uhr im »Syntopia« in Duisburg in der Gerokstr. 2.

Recht-auf-Stadt-Ruhr Netzwerk Treffen: 19.07.2016, Bochum

Wir wollen die Diskussion zum Thema Solidarische Ökonomie die wir auf dem Workshopwochenende »Ankommen und Dableiben« begonnen haben fortsetzen. Als Input nehmen wir das Manuskript zur Solidarischen Ökonomie das in der Workshop-Dokumentation enthalten ist. Wir treffen uns am 19.07.2016 um 19 Uhr im Alsenwohnzimmer in Bochum.

Recht-auf-Stadt-Ruhr Netzwerk Treffen: 21.06.2016, Dortmund

Wir wollen euch auf unser nächstes Recht-auf-Stadt-Ruhr Netzwerk Treffen hinweisen. Wir treffen uns diesmal – als kleines Alternativprogramm zu einem aus unerfindlichen Gründen von manchen für relevant gehaltenen Fussballspiel (die Bundesliga hat doch Sommerpause 🙂 ) – am Dienstag (21.06.2016), um 19.00 Uhr bei BoDo e.V. in Dortmund (Schwanenwall 36-38). Wie immer sind alle an Recht auf Stadt Themen Interessierten dazu herzlich eingeladen!

Als Themen werden wir dann folgendes diskutieren:

  • wie jedes Mal: Neuigkeiten aus der Stadtentwicklung im Ruhrgebiet, von engagierten urbanen Initiativen, Termine und Recht auf Stadt-Kämpfen
  • Herbstplanung unserer Veranstaltungen und der Vorführungen des Recht auf Stadt Films
  • Schwerpunktthema sind die neuen wohnungspolitischen Herausforderungen für das Ruhrgebiet
  • weitere Themen, die ihr einbringen könnt

Wir freuen uns auf eure zahlreiche Teilnahme.

Dokumentation zum Seminar »Ankommen und Dableiben«

Zwei Tage lang diskutierten wir im April im Bochumer Bahnhof Langendreer unter dem Titel »Ankommen und Dableiben« über die Utopie einer solidarischen Stadt und welche positiven sozialen Prozesse aktuell in den lokalen Netzwerken der Flüchtlingshilfe sichtbar werden.

Im Vortrag von Marina Napruschkina von der »Neue Nachbarschaft Moabit« und dem Bericht des Bochumer Netzwerks Wohlfahrtstraße wurde deutlich, dass die Organisation ganz handgreiflicher Unterstützung von Geflüchteten, Begegnungs- und Kommunikationsräume öffnet, in denen ein sozialer Überschuss entsteht, der nicht nur den Geflüchteten hilft sondern positiv in den gesamten Stadtteil zurück wirkt. Alte und neue Nachbarn lernen sich kennen und beginnen mit einer Produktion des Gemeinsamen. So könnte solidarische Stadt funktionieren!

Schwer fällt es den solidarischen Netzwerken jedoch, sich zugleich auch politisch im Konfliktfeld Flucht zu positionieren und sich einzumischen. Der Unterstützungsalltag ist Handarbeit und immer drohen die Akteure von der Falle der Sozialarbeit gefangen genommen zu werden. Das es trotzdem möglich ist mit Gemeinwesenarbeit in einen politischen Konflikt zu intervenieren, zeigt die »Neue Nachbarschaft Moabit«. Ihre Recherchen, Skandalisierungen und Mobilisierungen haben die Berliner Flüchtlingsbürokratie unter Handlungsdruck gesetzt.

Sehr kontrovers diskutierten wir darüber wie die Ansätze solidarischer Ökonomie, auch über den Kontext der direkten Flüchtlingsunterstützung hinausgehend, zu bewerten sind. Unbestritten entsteht auch hier in den konkreten Praktiken des Teilens ein sozialer Überschuss. Wir waren uns einig das dieser wichtiger ist als ein messbarer materieller Output. Dennoch bleibt unklar was die Tafel der Diakonie von der Foodsharing-Initiative unterscheidet. Und ist die neue Kultur des Teilens tatsächlich eine andere „Produktionsweise“ oder nur ein anderes, nachhaltigeres Konsummodell? Wann wird die solidarische Ökonomie ökonomisch und was verstehen wir darunter? Hier blieben einige Fragen offen die wir weiter bearbeiten wollen.

Wenn Geflüchtete ankommen und dableiben brauen sie Wohnungen, keine Lager! Der Architekt Peter Haslinger stellte ein Studienprojekt der Uni Hannover vor, das sich auf die Suche nach Konzepten für eine menschenwürdige und nachhaltige Architektur begab. Die originellen und unkonventionellen Lösungen reichten von Wohnkuben auf Parkhäusern bis zu Wohnmodulen in Schrebergärten. Aber auch Fragen nach sozialer Zusammensetzung, partizipativen Wohnen und Finanzierungsmodelle spielten eine Rolle.

Nicht nur für Geflüchtete wird bezahlbarer Wohnraum benötigt. Das alte Modell des sozialen Wohnungsbaus ist bedeutungslos geworden und der Wohnungsmarkt versagt. Den innovativen und kostengünstigen architektonischen Ideen von Peter Haslinger und seinem Team steht die politische Klasse als einfallslose unternehmerische Stadt gegenüber. In der Diskussion wurde deutlich das Finanzierung und Trägerschaft sozialgebundenen Wohnraums öffentlich und demokratisch verfasst sein müssen aber zugleich der staatlichen oder kommunalen Kontrolle entzogen.

Zu Beginn führte uns Niels Boeing durch die weltweiten Recht auf Stadt Kämpfe und ihre theoretischen Bezugspunkte bei Henri Lefebvre. Die Revolution der Städte findet statt. Von oben! Dennoch gelingt es dem Hamburger Netzwerk Recht auf Stadt mit Kampagnen und Aktionen der Stadt Spielräume und Mitbestimmung abzutrotzen. Das Gängeviertel und die Auseinandersetzung um die Esso Häuser sind Beispiele dafür. Das besonders die Hamburger Recht auf Stadt Bewegung so innovativ ist und auch uns hier im Ruhrgebiet inspiriert hat, liegt sicher auch an Menschen wie Niels Boeing. Wie auch immer – die Situation im Ruhrgebiet bleibt eine andere.

An beiden Seminartagen begleitete uns ein Planspiel in dem wir versuchten ein reales leerstehendes Gebäude im Ruhrgebiet in ein Projekt für gemeinschaftliches Wohnen, Arbeiten und Begegnen zu verwandeln. Hier wurde deutlich: Das kann ein lohnenswerter aber auch sehr anstrengender Prozess werden.

Wir werden neue und alte Fragen weiter diskutieren und planen in der zweiten Jahreshälfte eine Reihe von Veranstaltungen mit Gästen die uns dabei helfen können.

Die Dokumentation zum Seminar »Ankommen und Dableiben« kann hier heruntergeladen werden (10 Seiten / PDF / 1,5 MB).

Netzwerk-Treffen am Dienstag 17. Mai in Bochum

Recht-auf-Stadt-Ruhr Netzwerktreffen am 17.05.2016 um 19:00 Uhr im Alsenwohnzimmer in Bochum (Alsenstraße 27, 44789 Bochum)

Unser Thema:

Wie können wir die Impulse des Workshopwochenendes »Solidarische Stadt und neue Nachbarschaft« in Form von Veranstaltungen 1.) vertiefen 2.) die Inhalte breiter zugänglich machen und 3.) für ein Update unserer Positionen die wir im Manifest »VON DETROIT LERNEN!« und dem Essay »REALIZE RUHRGEBIET« formuliert haben nutzen.

Dazu wollen wir zunächst die beiden Text noch einmal lesen und gemeinsam überlegen an welchen Stellen unsere Aussagen 1.) nach wie vor richtig sind, 2.) wo wir heute anders argumentieren würden und 3.) wo Leerstellen sind die wir füllen müssten.

Alle Interessierten sind willkommen!

Veranstaltungen zu stadtpolitischen Themen im Monat April

Im Monat April finden zahlreiche Veranstaltungen zu stadtpolitischen Themen im Ruhrgebiet und darüberhinaus statt. Hier ein Überblick:

Freitag, 08.04.2016, 15 Uhr, VHS Bochum: Wohnen und Leben in Bochum (u.a. mit Input von Mieterforum Ruhr, das sich auch auf die Thesen von »Recht auf Stadt Ruhr« beziehen wird).

Montag, 11.04.2016, 19 Uhr, SweetSixteen Kino, Dortmund: Filmvorführung und Diskussion »Göttliche Lage«. »Recht auf Stadt Ruhr« wird sich an der Diskussion beteiligen.

Mittwoch, 13.04.2016, Goldkante, Bochum: „Recht auf Stadt“ im Olympialand – Vortrag und Diskussion über Stadtentwicklung und soziale Teilhabe in Brasilien.

Samstag/Sonntag, 16./17.04.2016, Bhf Langendreer, Bochum: Unser Seminar/Workshop »Ankommen und Dableiben« (Anmeldung bis 8.4. möglich)

Freitag–Sonntag, 22.04.–24.04.2016, Köln: Bundesweites Treffen stadtpolitischer Gruppen (Anmeldungen auch hier bis 8.4.)

Mittwoch, 27.04.2016, BoDo, Dortmund: Recht auf Stadt Ruhr Netzwerktreffen

Netzwerk-Treffen am Mittwoch 27. April in Dortmund

Recht-auf-Stadt-Ruhr Netzwerk-Treffen am Mitwoch 27. April 2016 um 19.00 Uhr bei BoDo e.V. in Dortmund (Schwanenwall 36-38).

Unser Thema: Fortsetzung und Vertiefung der Ergebnisse des Workshops »Ankommen und Dableiben – Solidarische Stadt und neue Nachbarschaft«

Wir freuen uns auf eure zahlreiche Teilnahme.

Bundesweite Treffen stadtpolitischer Gruppen vom 22. bis 24. April 2016 in Köln

Das Recht auf Stadt müsste dringlicher denn je erkämpft werden! Hierzu haben wir mit dem bundesweiten Treffen stadtpolitischer Gruppen 2015 erstmals einen Raum eröffnet. Dieser sollte und soll dem gemeinsamen Austausch, der Möglichkeit zur Vernetzung und gegenseitige Beratung zur Strategiefindung dienen. Deshalb laden wir euch zum bundesweiten Treffen stadtpolitisch bewegter Gruppen nach Köln ein.

Seit dem letzten Treffen in Kassel (April 2015) haben sich die Kämpfe in der Stadt nicht zuletzt durch das perfide Zusammenspiel autoritärer Austeritätspolitik und menschenverachtender Grenzregime erneut verschärft.

Wir wollen das Treffen dazu nutzen, unser gemeinsames Agieren zu stärken. Brisante Fragen, die uns zur gemeinsamen Diskussion umtreiben: Was bedeutet Recht auf Stadt, wenn im Frühjahr erneut Hunderttausende in die BRD flüchten? Welche Allianzen lassen sich zwischen den politischen Spektren um die Forderung nach Recht auf Stadt und den aktuellen Forderungen durch die Refugee Bewegung ausbauen? Wo sehen wir die Potentiale eines neuen sozialen Wohnungsbaus? Macht es Sinn für eine neue Gemeinnützigkeit zu streiten? Welche Erfolge haben wir mit den Besetzungen der letzten Monate erzielen können? Wie können wir hier anknüpfen und wo lagen die Schwierigkeiten? Was brauchen wir, um eine empowernde Organisierung in den Nachbarschaften zu schaffen? Können uns militante Untersuchungen dabei helfen? Wo sind die Grenzen und Möglichkeiten von Instrumenten wie dem Mietenvolksentscheid in Berlin und dem Planbuden-Prozess in Hamburg? Wie können wir eine breite und emanzipatorische Beteiligung an Stadtentwicklung erreichen?

Anmeldung unter: assr@buko.info
Ort: Köln, nähere Anreiseinfo bei der Anmeldung
Termin: 22. bis 24. April 2016
Kosten: Der Kongress ist kostenfrei. Die Verpflegung läuft gegen Spende.

Vorläufiges Programm

Freitag Abends: Eröffnungsplenum und Vorstellung der Initiativen zum Stand der lokalen Kämpfe

Samstag: Austausch und Vernetzung in thematische Workshops zu den oben angerissenen Fragen – eine genaue Zuordnung wird noch erarbeitet. Abends: Film oder Vortrag, danach Party

Sonntag Vormittags: Workshop zum Wiki zur verbesserten gemeinsamen Kommunikation (nach dem Beschluss vom letzten Treffen) & Selbstverständnis und Perspektiven unseres Treffens

Netzwerk-Treffen am 16. März 2016 in Bochum

Recht-auf-Stadt-Ruhr Netzwerk-Treffen am 16.03.2016 um 19.00 Uhr im Haus der Begegnung, Alsenstr. 19a (Hinterhof) in Bochum.

Unsere Themen:

  • Wie jedes Mal: Neuigkeiten aus der Stadtentwicklung im Ruhrgebiet, von engagierten urbanen Initiativen, Termine und Recht auf Stadt-Kämpfen. Ein Thema dabei wird die Fortsetzung der Debatte vom letzten Treffen zu Stadtteilen, die aufgewertet werden sollen, sein (Ruhrort, Eltlingviertel…).
  • Infos zum Praxisseminar Solidarische Stadt – Neue Nachbarschaft am 16./17. April und zum bundesweiten Recht auf Stadt Treffen.
  • Weitere Themen, die ihr einbringen könnt.

Wir freuen uns auf eure zahlreiche Teilnahme.