Ankommen und Dableiben – Praxisseminar: Solidarische Stadt und Neue Nachbarschaft

Samstag 16. und Sonntag 17. April 2016 / Bahnhof Langendreer / Wallbaumweg 108, 44894 Bochum

neuenachbarschaftIn dem Seminar soll es darum gehen Ideen, Konzepte und Erfahrungen von solidarischem und nachbarschaftlichem Zusammenleben in der Stadt im Kontext von Flucht, Ankommen und Dableiben zu diskutieren. Dabei wollen wir konkret danach fragen, was das lokal bedeuten könnte: Wie verändern sich Nachbarschaften durch Willkommensinitiativen und nachbarschaftliche Netzwerke für und mit Geflüchteten? Wie können durch das Entstehen neuer sozialer Beziehungen alle Bewohner*innen profitieren? Welche Modelle von menschenwürdigem gemeinwesenorientierten Wohnen sind möglich? Können Praktiken des Teilens, der solidarischen Ökonomie und der nachbarschaftlichen Unterstützung verbreitert werden, sodass sie auch materielle Perspektiven bieten?

Der erste Seminartag legt den Schwerpunkt auf menschenwürdiges und gemeinwesenorientiertes Wohnen für alle. Im zweiten Tag geht es schwerpunktmäßig um solidarischen Ökonomie und Erfahrungen und Ideen zum aktiven gemeinschaftlichen Zusammenleben von Neu Ankommenden und „Alten“ Nachbarn. An beiden Tagen fließen diese Ideen und Erfahrungen in ein gemeinsames Planspiel ein, in dem wir beispielhaft ein Modell nachbarschaftlichen Wohnens vor Ort entwerfen.

Mit: Niels Boeing („Von wegen  – Überlegungen zur freien Stadt der Zukunft“, Hamburg), Peter Haslinger (Architekt, Uni Hannover, Hrsg. „Refugees Welcome – Konzepte für eine menschenwürdige Architektur“), Frauke Burgdorf (Raumplanerin, Bochum), Yasemin Utku (Stadtplanerin, Bochum), Marina Napruschkina (Neue Nachbarschaft Moabit, Berlin) sowie Aktiven aus lokalen Netzwerken und von Recht auf Stadt Ruhr.

Seminarablauf

Samstag 16. April 2016
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10.00 Uhr: Kennenlernen, Ideen und Fragen
11.00 Uhr: Einstieg: Solidarische Stadt – Stadt des Ankommens, Menschenwüriges Wohnen für Geflüchtete und Nicht-Geflüchtete und Neue Nachbarschaft, Ökonomie des Teilens
13.00 Uhr: Mittagspause
14.00 Uhr: Wohnen: Modelle für ein menschenwürdiges, gemeinwesenorieniertes Wohnen
16.00 Uhr: Planspiel: Ein Haus – viele Häuser – nachbarschaftliches Wohnen für alle?
18.00 Uhr: Abschlussrunde

Sonntag 17. April 2016
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10.00 Uhr: Neue Nachbarschaft: Ankommen und bleiben – Erfahrungen und Ideen zum aktiven gemeinschaftlichen Zusammenleben von Neu Ankommenden und „Alten” Nachbarn
13.00 Uhr: Mittagspause
14.00 Uhr: Neue Nachbarschaft und solidarische Ökonomie
15.30 Uhr: Planspiel Fortsetzung
17.00 Uhr: Abschlussrunde

19.00 Uhr: Abendprogramm im Anschluss
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Lesung mit Marina Napruschkina
Neue Heimat – Wie Flüchtlinge uns zu besseren Nachbarn machen

„Neue Heimat“ ist eine Bestandsaufnahme aus dem Alltag von Geflüchteten in Berlin: Der tägliche Kampf auf den Ämtern, bei Ärzten, Anwälten, Kitas und Schulen, die tägliche Erfahrung von Chancenlosigkeit. Es ist aber auch ein Tagebuch darüber, was Unterstützung bewirken kann. Marina Napruschkina dokumentiert darin auch die Entstehung einer beispielhaften Initiative, die noch sehr viel bewegen und den Stadtteil verändern wird: Die Neue Nachbarschaft Moabit. Marina Napruschkina ist Künstlerin und Aktivistin und Mitbegründerin von „Neue Nachbarschaft Moabit“.

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Anmeldung: Bis 08.04.2016 bei politik@bahnhof-langendreer.de
Teilnahmenbeitrag: 20 Euro (für Verpflegung an beiden Tagen)
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Veranstaltet vom Bahnhof Langendreer, Recht auf Stadt Ruhr und Rosa-Luxemburg-Stiftung NRW

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